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  Verschwundene Dörfer - Gessen  
    
    
  Gessen  
          
     

Südwestlich von Gera im gleichnamigen Tal gelegen, wird 1358 als Guzen erwähnt.
Eine Ableitung  von "Gozdno oder godz, soviel wie Wald" liegt nahe, mit einem nachträglichen Umlaut. Ende 1885 gibt es in Gessen 18 bewohnte Häuser (...) und eben so viele Haushaltungen mit 107 Bewohnern... Die Flur umfasst rund 187 ha. Das Dorf hat einen eigenen Gottesacker und die Kinder dürfen bis zum 10. Jahre die Schule in Kauern besuchen.

Das anmutige Gessental, welches von dem Dorf und den von Ronneburg kommenden Stadtbach gebildeten Gessenbach  durchflossen wird, zieht sich westlich von Ronneburg bis zu dem geraischen Dorf Collis hin.

 
Restaurant zum Gessental
Restaurant "Zum Gessental"
 

Das Einwohnerbuch  für den Landkreis Gera 1938 enthält über das Dorf folgendes:

6,6 km von Ronneburg,85 Einwohner, Bahn- und Gendameriestation Ronneburg, Post Schmölln, Kirche Ronneburg, Schule Schmirchau. Bauernhöfe 5 und ein Mühlengut (Gessenmühle), 2 Gastwirtschaften. Ferner noch zwei Landwirte und 6 Hausbesitzer.

 
Restauration in Gessen
Restauration in Gessen
 
Eine Gastwirtschaft davon ist die Talmühle. Das 1948 erschienene und letzte Einwohnerbuch weist nach: "164 Einwohner in 18 Häusern." Wie in den anderen Orten, waren alle Häuser weit über ein verträgliches Maß bewohnt.
 
Talmühle in Gessen
Talmühle in Gessen
 

Trotz des sich in westlicher Richtung ausbreitenden Uranbergbaus war ein Abriss des Dorfes Gessen nicht geplant gewesen. Die Straße von Kauern nach dem Gessental wurde noch weiter genutzt, bis es 1966 zu einem großen Haldenrutsch in Richtung des Dorfes kam. Zunächst wurden die Erdmassen gesichert und alles versucht, die Einwohner in ihren Anwesen zu halten.

Nach mehreren Versammlungen und Abstimmungen wollten fast alle den Ort verlassen. Die damals guten Abfindungen (m² = 0,22 DM) für Flurstücke  und alles Vieh wurde ebenfalls bezahlt, dieses mag den Weggang auch etwas erleichtert haben.

     
 
 
 
  Verwendete Quellen:  
 
     
 
      
Text: Hermann Müller "Verschwundene Dörfer in Ostthüringen", zitiert mit dessen freundlicher Zustimmung aus "Der Heimatbote" Nr. 1 / 93
 
      
Fotos: Sammlung Werner Schenke, Ronneburg
 
 
     
 
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