Bergmannstreffen im Schaubergwerk
Am 30. Mai 2026 findet im Schaubergwerk ein Treffen ehemaliger Wismut-Kumpel statt. Beginn: 10 Uhr
Während der bäuerlichen Besiedlung stieß man 1168 auf der Flur von Christiansdorf bei Freiberg unerwartet auf Silber. Dieses löste ein großes „Bergkgeschrey“ aus, das die Entwicklung im Erzgebirge in den folgenden Jahren entscheidend bestimmen sollte.
Im Jahre 1471 erhob sich erneut ein mächtiges Berggeschrei, dieses Mal war Ziel der Schneeberg, unweit von Zwickau. Der Silberbergbau ist hier seit 1446 urkundlich belegt und bildete den Ausgangspunkt für eine ganze Silberbergbauepoche im Westerzgebirge.
Nachfolgend entstanden hier eine Reihe weiterer Bergbaustädte, wie
Annaberg,
Marienberg und Buchholz
auch St. Joachimsthal (jetzt Jachymov, Tschechien)
und Johanngeorgenstadt,
Beginn des Uranerzbergbaues
Mit Rückgang der Silbergewinnung nach 1600 retteten den Fortbestand des Bergbaues bis in das 20. Jahrhundert die im Zuge der technischen Entwicklung hervorgebrachten bahnbrechenden Erfindungen und Entdeckungen und der daraus resultierende Bedarf
an Wismut (zur Herstellung einer Legierung für das Letternmetall für den Buchdruck, von Schminke und Apothekerware)
von Kobalt (Farbgebung für Delfter Kacheln),
Nickel (Essbestecke aus Neusilber)
und zuletzt auch Uran.
Obwohl Uranmineralien, u.a. die Pechblende (schwarze Farbe wie Pech), in vielen Erzgängen anstanden, wanderte dieses anfänglich auf Halde, da mit dessen Auftreten zum Ärgernis der Bergleute der Silbergehalt stets zurückging.
Da hatte der Bergmann „Pech“, daher auch der Name „Pechblende“
Im Jahre 1785 besuchte J. W. v. Goethe die Bergwerke um Johanngeorgenstadt und erhielt als Geschenk der Gruben Erze und andere Mineralien, die er in seine Weimarer Sammlung einordnete, darunter auch einige Proben einer merkwürdigen „Pechblende“, deren Metallinhalt bis dahin unbekannt war.
Sie wurde bisher sowohl als Eisenerz, als auch als Zinkerz gedeutet. Im Jahre 1789 untersuchte Klapproth die Pechblende und entdeckte ein neues chemisches Element – das Uran.