BUGA 2007 – Neue Landschaft Ronneburg

Der Grundgedanke
Die Idee, eine Bundesgartenschau auf dem Gelände des ehemaligen Uranerzbergbaus durchzuführen, entstand im Zusammenhang mit dem EXPO-2000-Projekt „Revitalisierung der Uranerzbergbaufolgelandschaft“. Bereits im Jahr 2000 besuchten mehr als 70.000 Gäste das Gelände in Ronneburg.
Die Bundesgartenschau Gera und Ronneburg fand vom 27. April bis 14. Oktober 2007 statt und war die erste Bundesgartenschau an zwei Standorten.
Die Kernzonen waren der Hofwiesenpark Gera und die Neue Landschaft Ronneburg. Verbunden wurden beide Bereiche durch den Ufer-Elsterpark und den Landschaftspark Gessental.
Durch die Zusammenarbeit zwischen der Wismut GmbH und der Bundesgartenschau-Gesellschaft konnten die laufenden Sanierungsmaßnahmen direkt in die Gestaltung der neuen Landschaft integriert werden.
- Ausstellungsfläche von rund 45 Hektar
- Bewegung von etwa 850.000 Kubikmetern Erdmasse
- Pflanzung von rund 1.000 Laub- und Nadelbäumen
- 148 Obstbäume
- Rund 4.960 Bäume zur Aufforstung
- Etwa 50.000 Stauden
Gessental

Das rund sieben Kilometer lange Gessental erstreckt sich vom Stadtrand Ronneburg bis nach Gera-Pforten. Seinen Namen erhielt es vom ehemaligen Ort Gessen und dem Gessenbach.
Das Tal zeichnet sich durch eine große Artenvielfalt von Flora und Fauna aus und bildet heute einen wichtigen Bestandteil der neuen Landschaft.
Durch das gesamte Gessental verlief bis 1966 die Bahnstrecke Gera–Glauchau. Aufgrund des Uranerzbergbaus wurde die Strecke verlegt und ein Bahndamm errichtet.
Im Zuge der BUGA wurde dieser Bahndamm geöffnet und eine neue Eisenbahnbrücke errichtet. Dadurch entstand wieder eine direkte Verbindung zwischen Ronneburg und dem Gessental.

Heute verbindet ein Erlebniswanderweg das Gessental mit Ronneburg und Gera.
Erlebnisbrücke

Die 230 Meter lange Erlebnisbrücke überspannt das rund 25 Meter tiefe Gessental und verbindet den Ronneburger Balkon mit dem Arboretum.
Sie zählt zu den längsten und außergewöhnlichsten Holzbrücken Deutschlands.
Lichtenberger Kanten

Die Lichtenberger Kanten bestehen aus drei terrassenförmigen Ebenen mit einer Länge von rund einem Kilometer.
Sie erinnern an die gewaltigen Ausmaße des ehemaligen Tagebaus Lichtenberg und markieren die zukünftige Erhebung des Lichtenbergs.
In diesem Bereich wurden 187 Stieleichen gepflanzt. Zusätzlich entstand die sogenannte Rhododendronschlucht.
Ronneburger Balkon

Der Ronneburger Balkon bietet einen beeindruckenden Blick in das Gessental und gehört zu den bekanntesten Aussichtspunkten der Neuen Landschaft.
Das angrenzende Rittergut wurde zu einem kulturellen und gastronomischen Mittelpunkt umgestaltet.
Großes Arboretum

Auf einer Fläche von rund 50.000 Quadratmetern entstand ein außergewöhnlicher Baumgarten mit etwa 410 Bäumen.
Vertreten sind 56 Baumarten der nördlichen Erdhalbkugel, darunter Urwaldmammutbäume, Kaukasustannen und japanische Kirschmandeln.
Entdeckerturm

Der Entdeckerturm ist ein 23 Meter hoher Aussichtsturm, der einem historischen Wismut-Förderturm nachempfunden wurde.
Von der Aussichtsplattform in 20 Metern Höhe bietet sich ein weiter Blick über das Gessental und die neue Landschaft.
Zusätzlich verfügt der Turm über mehrere Kletterrouten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.
Bundesgartenschau 2007

Die Bundesgartenschau 2007 wurde erfolgreich durchgeführt und stellte die gelungene Umwandlung einer ehemaligen Bergbaulandschaft in einen modernen Landschaftspark eindrucksvoll unter Beweis.
Die Neue Landschaft Ronneburg gilt bis heute als eines der bedeutendsten Beispiele für die erfolgreiche Revitalisierung ehemaliger Bergbauflächen in Deutschland.